KÜNSTLER FÜR SCHÜLER
Eine Arbeitsgruppe des Brandenburgischen Verbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler e.V.
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Gruselwerkstatt
Ferienprojekt der Singschule Potsdam e. V., (Verein für Musik Kunst, Tanz & Theater) mit 32 Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren, Juli 2006
Projektleitung: Angela Haupt und Thomas Römer, Sprache, Singen, Orff-Instrumente
Karina Hellmuth, Bewegungstheater
Angela Frübing, Bühnenbild, Objekte
Technikmix: Malerei, Zeichnung, Objekte
Die thematische Grundlage des Projektes bildet das serbische Märchen „Der Silberwald“. Die Kinder zeichnen, malen, formen und kleben im Wechsel mit Bewegungsspiel, Singen und Improvisation mit Orff-Instrumenten.
Wir arbeiten mit den Kindern in drei Gruppen, jeweils in den unterschiedlichen Szenen-Themenbereichen der Geschichte: Waldgeister, Feen und Teufel.
Unbekanntes lauert im Dunkel der Nacht und des Waldes - wir kehren für die Entwürfe die vertraute Zeichentechnik um. Die Kinder zeichnen ihre Vorstellungen mit Feder und weißer Tusche auf schwarzes Papier. Die Farbkleckse werden dabei zu Mond und Sternen, gepustet auch zu Gebüsch und Feuerzungen um Geisterwesen, Feen und Teufelsspuk.
Objekte zum Bewegungsspiel sollen entstehen. Der Zeichenstrich wird durch biegsamen Silberdraht ersetzt, mit dem die Kinder ein Gerüst für die Form ihres Unwesens, ihrer Fee oder Teufel formen. Im nächsten Gestaltungsschritt wird das Gerüst teilweise mit weißem, rotem und blaugrünem Transparentpapier beklebt. Der Draht und das Papier, biegsames und leichtes Material, gibt ein Kontrast zum Dunklen und Gruseligen und unterstützt das Unwirkliche und Märchenhafte.
Ein Wesen wird gruselig durch abnorme Form, Anzahl oder Dimension. Es entstehen die Riesenkralle, die überdimensionierte Riechnase oder der Sieben-Äugige, Objekte an langen Stäben. Geschmeidige, fast zarte Feen starren durch dämonische Masken. Die Teufelsschar charakterisiert sich mit Masken, einem überlebensgroßen, kopflosen Gerippe und schlängelnden Schwänzen.
Den Wald, der den Spielraum schafft, gestalten wir aus hohen schmalen Papierbahnen, die mittels Farbwalzen mit Schwarz, Grün, Braun und Gelb frei gestaltet werden. Sowohl die Kinder als auch die beteiligten Jugendlichen und Erwachsenen walzen die langen Gespensterwald-Papiere.
Direkt im Wald suchen wir mit den Kindern Zeichen und Strukturen an Bäumen, Baumstümpfen und Ästen. Mittels Kohlestiften reiben die Kinder die entdeckten Linien und Formen auf dünne Papiere ab.
Fotos Angela Frübing