Christine Krämer (*1959) wurde in Kopenhagen geboren und verbrachte ihre frühe Kindheit in Dänemark, Indien und Deutschland.
Ab 1984 Studium der freien Malerei an der UDK ( HDK) Berlin, Meisterschüler 1989.
Nach Ihrem Studium lebte Sie als selbstständige Künstlerin, erhielt diverse Stipendien und stellte u.a.in der Berlinischen Galerie und der Scottish National Gallery of Modern Art in Edinburgh aus.
Sie siedelte 2 Wochen nach Fall der Mauer nach Ost-Berlin über und erlebte die Begegnung von Ost und West hautnah, was einen sehr prägenden Einfluss hatte - genauso wie 2006 die Übersiedlung nach Brandenburg (Müncheberg), wo sie seither mit Ihrer Familie lebt und arbeitet.
https://christine-kraemer.de/
kraemerphoto@gmail.com
15374 Müncheberg
Märkisch-Oderland

Christine Krämer © Dale Grant
Das Bild ist für mich eine Bühne, auf der unterschiedliche Akteure auftreten: Formen, Farben, Texturen, Linien - oft aus verschiedenen, eigentlich nicht kompatiblen malerischen Sprachen.
Ihre Koexistenz, als kleine, getrennte Farbwelten, spiegelt für mich das Vieldeutige, das Nicht-Integrierbare der Welt wider. Gerade in dieser Spannung verbirgt sich ein Potential.
Ich suche in diesem Nebeneinander nach Verbindungen - durch Rhythmus, organische Assoziationen, formale Ähnlichkeiten, inhärente Spannungen - und vor allem durch Farbwirkung und die Spuren vergangener Bildzustände.
Farbe steht im Zentrum meines Arbeitens. Sie ist kein dekoratives Mittel, sondern ein existenzielles Ausdrucksinstrument.
Farbe „spricht" - aber jenseits des Sprachlichen. Sie trägt Atmosphären, Empfindungen, Erinnerungen. Sie überwindet Widersprüche, indem sie Melancholie, Verspieltheit, Abgrund, Schönheit, Einsamkeit, Bedrohung und Hoffnung miteinander kommunizieren lässt - eine bittersüße Mischung.
Ein entscheidendes Element meiner Malerei besteht in der Einbeziehung von Spuren vorausgegangener Überlegungen: Jeder Gedanke hinterlässt Materie auf dem Bild Durch Übermalungen entsteht eine Art Miniatur-Farbgebirge, in dem sich die Geschichte des Malprozesses einschreibt. Farbillusion und reale Farbmaterie durchdringen sich - Paradoxie als Form.
Der Malprozess ist für mich zentral. Er spiegelt innere Zustände, Lebensphasen. Oft beginne ich mit einem intuitiven Farbrausch oder der Übermalung eines alten Bildes. Dann folgt das Betrachten, das Ringen, die Ratlosigkeit. Das Bild wird beiseitegestellt - bis ein neuer Blick, ein Impuls, das Gefühl des Geführtwerdens kommt. Das ist das Wunder in der Malerei.
Schließlich gilt das Bild als fertig - und doch gibt es immer kleine Veränderungen. Dieser Ablauf wiederholt sich, wie ein Spiegel des Lebens: Euphorie, Krise, Bruch, Neubeginn.
Meine Bilder zeigen Harmonie und Unvereinbarkeit zugleich. Sie sollen auf nichts außerhalb ihrer selbst verweisen - und dennoch Bedeutung anbieten.
„Landscapes" schaffen paradox erscheinende Topografien - geistig betretbare Orte. Ein Farbfleck auf der Leinwand kann sowohl reines Farbereignis sein als auch eine Form, die Assoziationen weckt - etwa an eine tropische Landschaft. Die Bilder oszillieren zwischen Konkretem und Abstraktem, emotionaler Direktheit und begrifflicher Offenheit.
Ich verstehe Malerei als existenziellen, prozessorientierten Akt - sie zeigt keine Welt, sondern sie bildet eine Welt. Erfahrungsräume, in denen Denken, Fühlen und Wahrnehmen einander begegnen - offen, widersprüchlich, nicht vollständig erklärbar. Auch das Nicht-Verstehbare darf darin Platz haben.

Christine Krämer, Alhambra, 2025 © Christine Krämer

Christine Krämer, After Midnight, 2025 © Christine Krämer

Christine Krämer, Die ganze Welt, 2025 © Steffen Weigelt

Christine Krämer, Firefly, 2025 © Steffen Weigelt

Christine Krämer, O.T., 2025 © Christine Krämer

Christine Krämer, O.T., 2026 © Christine Krämer

Christine Krämer, Strange Weather, 2023 © Steffen Weigelt

Christine Krämer, Why, 2026 © Christine Krämer
2025 Der Umgekehrte Blick, Stadtstadl, Kempten
2023 StudioShow #2, with Sid Gastl, Berlin
2022 Perdu - Marienkirche, Müncheberg
2022 How to paint a code - Brotfabrik, Berlin
2021 Malerei und Fotografie - Kunst im Westend, Berlin
2021 Heute da, morgen hier - Dorfkirche Hoppegarten, Hoppegarten
2020 Malerei und Fotografie - Kunst im Westend, Berlin,
2019 The Blue Hour - Brotfabrik, Berlin, with Christoph Tannert
Gruppenausstellungen:
2024 Jola Art Bazar, Gallery Gudmundsdottir, Berlin
2020 6 aus 181 - Galerie Oqbo, Berlin
2018 Ene-mene-muh... - Bar Babette, Berlin
2018 Brandenburger Kunstpreis - Schloss Neuhardenberg
2016 Cross Section 1 - Galerie Busche, Berlin
2016 Paperfile on tour - Bildersaal Artothek, München
2021 Projektförderung Modul C, "How to Paint a Code", Neustart Kultur, BBK Bundesverband
1998 Arbeitsstipendium, Kunstfond, Berlin
1997 Arbeitsstipendium, Kunstfonds e.V., Bonn
1993 Arbeitstipendium, Senat für kulturelle Angelegenheiten, Berlin
1992 Arbeitsstipendium, Senat für kulturelle Angelegenheiten von Frauen, Berlin
1991 Goldrausch Künstlerinnenförderung, Berlin
1990-94 Arbeitsverträge mit Kultursenat von Berlin
Sammlung der Berlinischen Galerie - Berlin
Sammlung des Max Delbrück Zentrums - Berlin
Neuer Berliner Kunstvereins
Artothek Berlin
Private Collections
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