BVBK

Brandenburgischer Verband
Bildender Künstlerinnen &
Künstler e. V.

Brandenburgischer Verband
Bildender Künstlerinnen &
Künstler e. V.

#BBstandswithUkraine

Der BVBK e.V. hat sich der gemeinsamen Erklärung des Landes Brandenburg angeschlossen.

Gemeinsame Erklärung – Dieser Krieg ist ein Tabu- und Kulturbruch

„Wir verurteilen den Krieg gegen die Ukraine auf das Schärfste. Der vom russischen Präsidenten entfesselte Krieg verstößt gegen das Völkerrecht, tötet Unschuldige und verbreitet unendliches Leid. Wir sehen ein Land, das um sein Überleben kämpft und sind in großer Sorge um die Menschen vor Ort. Dieser Krieg ist ein Tabu- und Kulturbruch. Zu seinen Opfern gehört auch die Kultur in der Ukraine und damit das gemeinsame europäische Kulturerbe. Bedroht sind Menschenleben, bedroht sind der Frieden und die Sicherheit in Europa – bedroht sind auch die Freiheit der Kunst und Kultur.

Wir zeigen uns solidarisch mit den Menschen in der Ukraine, die so eindrücklich für diese Werte kämpfen. Wir stehen an der Seite der Kultureinrichtungen sowie der Künstlerinnen und Künstler in der Ukraine. Wir setzen daher die Zusammenarbeit mit den ukrainischen Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine fort und leisten konkrete Hilfe, wo immer es möglich ist. Dazu gehört auch der Schutz des kulturellen Erbes in der Ukraine.

Wir leisten Hilfsangebote für geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer, für Künstlerinnen und Künstler und ihre Familien. Dafür initiieren wir Projekte und Veranstaltungen, um Spenden zu sammeln. Wir werden prüfen, welche Möglichkeiten künstlerischer Betätigung für ukrainische Künstler-innen und Künstler geschaffen werden können. Und wir öffnen unsere kulturellen Angebote für Geflüchtete, in Museen, Theatern, Konzerthäusern, Bibliotheken, Musikklubs, Musik- und Kunstschulen.

Wir unterstützen russische Gegnerinnen und Gegner des Ukrainekrieges. Wir sind der Überzeugung: Dieser Krieg ist nicht der Krieg des russischen Volkes, er ist der Krieg des russischen Machthabers. Beziehungen zu öffentlichen Kultureinrichtungen in Russland und Belarus überprüfen wir daher kritisch. Wir setzen die Beziehungen aus, falls und solange diese zu einer auch nur mittelbaren Rechtfertigung des Krieges beitragen. Dies betrifft neben Koope-rationsprojekten auch finanzielle Unterstützungen. Wir wissen aber um den Mut zahlloser Menschen – darunter auch viele Künstlerinnen und Künstler – in Russland, die sich gegen diesen Krieg stellen und damit zum Ziel der Aggression der russischen Staats-führung werden. Russische Sprache, Musik und Kunst sind integraler Bestandteil unseres kulturellen und humanistischen Erbes in Europa – und sie gehören weiterhin auf unsere Bühnen, in unsere Konzertsäle, an unsere Wände und in unsere Bücherregale. 

Wir werden den Kontakt zu kritischen Künstlerinnen und Künstlern weiter aufrechterhalten, soweit dies ohne ihre Gefährdung möglich ist. Gerade jetzt braucht es den kulturbasierten zivilgesellschaftlichen Austausch.“


Stellungnahme BBK Bundesverband

Berlin, den 23. Februar 2022

Ja, aber…

BBK begrüßt Leitlinienentwurf zu Kollektivvereinbarungen über die Arbeitsbedingungen Solo-Selbstständiger – mit Einschränkung

Der BBK Bundesverband hat bereits anlässlich der Initiative der Generaldirektion Wettbewerb der EU-Kommission grundsätzlich anerkannt, dass die EU- Kommission verbindliche Regelungen treffen will, um kollektive Vereinbarungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen Soloselbstständiger wettbewerbsrechtlich zu ermöglichen. Der BBK Bundesverband begrüßt, dass sich mit dem nun vorgelegten „Entwurf der Leitlinien zur Anwendung des EU- Wettbewerbsrechts auf Tarifverträge über die Arbeitsbedingungen von Solo- Selbstständigen“ dieses Vorhaben nicht nur auf Soloselbstständige bezieht, die für digitale Plattformen tätig sind. Im Falle der Verabschiedung dieser Leitlinie kann sie zur Verbesserung der Mindeststandards von Arbeitsbedingungen für all die Soloselbstständigen beitragen, deren Verhandlungssituation den im Entwurf definierten Bedingungen entspricht.

Der BBK Bundesverband begrüßt auch, dass die EU-Kommission in der Leitlinie vorsieht, nicht gegen nationalstaatliche kollektive Vereinbarungen vorzugehen, die die wirtschaftliche Situation von Urheber:innen oder ausübenden Künstler:innen stärken. Dies trifft insbesondere auf die Umsetzung der Urheberrechtsrichtlinie der EU-Kommission zu, in der ein Direktvergütungsanspruch für Urheber:innen und ausübende Künstler:innen für die digitale Werknutzung verankert ist.

Gleichwohl bedauert der BBK, mit mehr als 10.000 Mitgliedern in Europa größter Berufsverband für BiIdende Künstlerinnen und Künstler, dass die Anwendbarkeit der Leitlinie in der vorgelegten Fassung an Voraussetzungen geknüpft sind, die einen großen Anteil soloselbstständiger Künstlerinnen und Künstler von dem intendierten Fortschritt der Leitlinien ausschließen. Künstlerinnen und Künstler erwirtschaften durchschnittlich die geringsten Einkommen, teilweise wird ihnen die Vergütung ihrer Leistungen sogar verweigert, jedenfalls überwiegend weit unter dem Mindestlohn bezahlt. Sie sind stets in schwacher Verhandlungsposition gegenüber Auftraggebern, die jedoch zumeist selbst nicht im Sinne der Leitlinie starke Gegenparts darstellen. Denn nur wenige beschäftigen 10 oder mehr Arbeitnehmer:innen oder erzielen einen Jahresumsatz von mehr als 2 Mio. Euro, insbesondere nicht die Träger von Ausstellungshäusern in den Kommunen oder in den Ländern sowie die nichtstaatlichen Museen.

Diese alltägliche Konstellation für künstlerisch tätige Soloselbstständige wird von der Leitlinie leider nicht aufgegriffen. Künstlerinnen und Künstler verdienen es aber gerade, durch kollektive, von ihren Berufsvertretungen erzielte Vereinbarungen für Mindeststandards eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen zu erfahren.

Deshalb hatte der BBK im Rahmen der Konsultation zur Initiative der Generaldirektion Wettbewerb der EU-Kommission für Option 4 votiert, die dies ermöglicht hätte. Wünschenswert wäre daher eine verbindliche Vorgabe der EU gewesen, die wettbewerbsrechtlich allen Soloselbständigen die Einführung von Mindeststandard für Arbeitsbedingungen ermöglicht.

Künstlerinnen und Künstler sind nach jetzigem Stand dann darauf angewiesen, mit Hilfe starker Berufsvertretungen nationalstaatliche Kollektivvereinbarungen durchzusetzen. Gelingt dies jedoch nicht und bleibt es bei der Leitlinie so, wie sie angelegt ist, so bleiben Künstler:innen weiterhin der Realität prekärer Vergütungsbedingungen und damit einhergehender Altersarmut ausgesetzt.1

Der BBK wird sich intensiv dafür einsetzen, dass sowohl auf europäischer als auch auf nationalstaatlicher Ebene, insbesondere im Kontext der Umsetzung der Urheberrechtsrichtlinie, die Arbeitsbedingungen soloselbstständiger Künstlerinnen und Künstler grundlegend verbessert und Mindeststandards verbindlich geregelt werden, die eine Vergütung aller künstlerischen Leistungen sicherstellen.

____________________________________________________________________________________

1 Priller, Eckhard, Von der Kunst zu leben – Die wirtschaftliche und soziale Situation Bildender Künstlerinnen und Künstler, Hrsg. BBK Bundesverband, 2020, ISBN 978-3-00-066999-6


Bildende Kunst, Erinnerungskultur und Geschichte

mit Prof. Dr. Stefanie Endlich, Susanne Ahner sowie Carola Czempik und Christiane Wartenberg 

Moderation: Christine Rahn

ZOOM WERKSTATT-GESPRÄCH: KUNST IN BRANDENBURG

Dienstag, 15. März 2022 | 18 bis 20 Uhr (online)

Mit dem Fokus auf“Bildende Kunst, Erinnerungskultur und Geschichte” wollen wir ein weiteres Themen- und Handlungsfeld aufgreifen und uns dem künstlerischen Umgang mit Erinnerungskultur und Geschichtsschreibung widmen. Unseren Austausch sollen folgende Fragen begleiten:

Wie erinnern künstlerischen Strategien und Narrationen an historische Ereignisse, Orte und Personen? Welche Potenziale hat die Gegenwartskunst, um Kontextualisierungen von historischen Zusammenhängen vorzunehmen? Wie können erinnerungskulturelle Leerstellen im öffentlichen Raum und gesellschaftlichen Diskurs positioniert und im kollektiven Gedächtnis eingeschrieben werden?

Als impulsgebende Gäste begrüßen wir Prof. Dr. Stefanie Endlich, Susanne Ahner sowie Carola Czempik und Christiane Wartenberg im Gespräch:

Stefanie Endlich ist freischaffende Publizistin und Ausstellungsmacherin mit den Schwerpunkten auf bildender Kunst, Architektur, Stadtgeschichte und Erinnerungskultur. Durch zahlreiche Projekte und Gremien verfügt sie über eine langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Gedenk- und Dokumentationsstätten und diesbezüglich auch in Berlin und Brandenburg. Als Honorarprofessorin für Kunst im öffentlichen Raum ist sie seit 2003 an der Universität der Künste Berlin tätig, wo sie seit 1978 bereits Lehrbeauftragte war.

Susanne Ahner ist bildende Künstlerin mit einem Fokus auf erinnerungskulturelle Projekte und Interventionen an historischen Orten im öffentlichen Raum. Den jüngst eingeweihten Gedenkort Willi-Frohwein-Platz in Potsdam-Babelsberg konzipierte und gestaltete sie mit Brigitte Gehrke. Zugleich ist sie auch regelmäßig als Kuratorin und Lehrbeauftragte tätig und Mitglied im Künstlerinnen-Netzwerk ENDMORÄNE.

Carola Czempik und Christiane Wartenberg sind bildende Künstlerinnen, die das interdisziplinäre Gemeinschaftsprojekt MAKOM TOV המקום הטוב GUTER ORT DOBRE MIEJSCE. Eine Hommage an den jüdischen Friedhof in Groß Neuendorf im Oderbruch (2021) mit Ingar Krauss, Alexa Renger, Karla Sachse und Ewa Trafna ausgestaltet haben. Beide beschäftigen sich in ihrer künstlerischen Praxis kontinuierlich mit Erinnerungskultur. Die Künstlerinnen sind Mitglieder im BVBK e.V.

Schreiben sie uns unter info@bbk-brandenburg.de an um die Zugangsdaten für das Gespräch auf der Online-Plattform ZOOM zu erhalten.

VORSCHAU

Am 29. März 2022 veranstalten wir ein weiteres Werkstatt-Gespräch zum Thema „Bildende Kunst, Erfahrungsräume und Biografien im Ost-West-Kontext“ (18 bis 20 Uhr auf ZOOM). Als Gäste im Gespräch sind die Psychoanalytikerin Annette Simon und die Kuratorin, Kunst- und Kulturwissenschaftlerin Annette Maechtel, Geschäftsführerin der nGbK Berlin.


Kunst braucht Öffentlichkeit und Öffentlichkeit braucht Kunst.

Der Teaser zur Plattform Kunst in Brandenburg ist online.

Wir sind begeistert, erste Einblicke und Informationen auf
kunst-in-brandenburg.de zu teilen.

Künstler:innen, Kunstakteur:innen, Kunstvermittler:innen und
Kurator:in des Landes Brandenburg – wir freuen uns auf eure Bewerbungen.

Herzlichen Dank für den Teaser und
die großartige Kollaboration – ynm.studio & Martin Gnadt!


Bildende Kunst,
Erfahrungsräume und Biografien im Ost-West-Kontext,
Teil II

mit Florentine Nadolni und Dr. Elke Neumann

Moderation: Christine Rahn

ZOOM WERKSTATT-GESPRÄCH: KUNST IN BRANDENBURG

Liebe Künstlerinnen und Künstler,
wir laden Euch/ Sie herzlich ein zu unserem morgigen Werkstatt-Gespräch – Dienstag, den 8. Februar 2022 von 18 bis 20 Uhr.

Wie angekündigt möchten wir nochmals den Fokus auf „Bildende Kunst, Erfahrungsräume und Biografien im Ost-West-Kontext“ (Teil 3) lenken, unseren bisherigen Austausch fortführen und uns dem kuratorischen Umgang mit dem künstlerischen Erbe und Erfahrungen von Künstler*innen in der DDR widmen. Insbesondere wollen wir folgende Fragen diskutieren: Wie können Traditionslinien – Kanonisierungen und tradierte Kunstauffassungen – in zeitgenössischen Kontexten und Dialogen reflektiert werden? Welche Perspektiven eröffnen sich in der Auseinandersetzung mit internationalen Kooperationen und Austauschbeziehungen, die ihre Wurzeln in der Vorwendezeit haben?

Als impulsgebende Gäste begrüßen wir diesmal Florentine Nadolni und Dr. Elke Neumann im Gespräch:

Florentine Nadolni  ist seit 2017 Leiterin des Museums Utopie und Alltag, das das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt und das Kunstarchiv Beeskow vereint. Zuvor war sie für das Werkbundarchiv – Museum der Dinge in Berlin tätig (2014-2016), wo sie sich mit dem Sammlungsbereich „Alltagskultur und Design DDR“ beschäftigte und die Sonderausstellung Masse und Klasse. Gebrauchsgrafik in der DDR (2016) begleitete. Für das Museum Utopie und Alltag initiierte sie zuletzt u.a. die Ausstellung ZEITUMSTELLUNG – Werke aus dem Kunstarchiv Beeskow im Dialog mit zeitgenössischen Positionen (2021), ein Kooperationsprojekt zwischen dem Schloss Biesdorf in Berlin und dem Kunstarchiv Beeskow, das von Elke Neumann kuratiert wurde. Als Vorstandsmitglied engagiert sie sich im Museumsverband in Brandenburg. ,

Elke Neumann ist Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin. Sie hat für die 5. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst im KW Institute for Contemporary Art in Berlin gearbeitet, war als Projektassistenz beim XV. Rohkunstbau DREI FARBEN – ROT in Potsdam tätig (2008) und hat ein kuratorisches Volontariat an der SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT absolviert (2008-2010). Seit 2015 arbeitet sie als freie Kuratorin für verschiedene Institutionen. Für die Kunsthalle Rostock hat sie u.a. die Ausstellung Palast der Republik – Utopie, Inspiration, Politikum (2019) realisiert, die als Ausstellung des Jahres von der AICA, der deutschen Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbands, ausgezeichnet wurde. Mit ihrer Ausstellung und zugleich Dissertation zum Thema Die Biennale der Ostseeländer 1965-1989 hat sie u.a. die Rolle von Künstler*innen in der deutsch-deutschen sowie internationalen Außenpolitik der DDR hinterfragt.


Bildende Kunst,
Erfahrungsräume und Biografien im Ost-West-Kontext,
Teil II

Dr. Angelika Richter und Prof. Dr. Judith Siegmund

Moderation: Christine Rahn

ZOOM WERKSTATT-GESPRÄCH: KUNST IN BRANDENBURG

Zum Auftakt des neuen Jahres setzen wir unseren Dialog über Themen und Diskurse der Bildenden Kunst in Brandenburg fort und laden Sie / Euch herzlich ein zu unserem kommenden
Werkstatt-Gespräch am Dienstag,
den 18. Januar 2022 von 18 bis 20 Uhr
.

Mit dem erneuten Fokus auf „Bildende Kunst, Erfahrungsräume und Biografien im Ost-West-Kontext“ wollen wir an unseren bisherigen Austausch anknüpfen und Fragen zum Kunstbegriff und künstlerischen Selbstverständnis diskutieren.

Welche Umbruchserfahrungen prägen die künstlerischen Verortungen und Ausdrucksformen der Künstler*innen? Welche Zuschreibungen, Erwartungshaltungen und Leerstellen manifestieren sich im kulturpolitischen Raum und in der Öffentlichkeit? Wie wirken die jüngsten gesellschaftlichen Debatten, wie beispielsweise um Identitätsfragen, auf das künstlerische Schaffen, die Positionierung und Wahrnehmung von Künstler*innen und Kunstschaffenden zurück?

Als impulsgebende Gäste begrüßen wir Dr. Angelika Richter und Prof. Dr. Judith Siegmund im Gespräch:

Dr. Angelika Richter
ist Rektorin der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Als Kunstwissenschaftlerin war sie u.a. für die Liverpool Biennale tätig, realisierte internationale Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, wirkte als Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin der Werkleitz Gesellschaft in Halle und war von 2018 bis 2021 Geschäftsführerin des Deutschen Künstlerbund e. V.

Dort konzipierte sie u.a. die Ausstellung Die wir nie gewesen sind über (verschwundene) Bezugspunkte und Zuschreibungen, die Ostdeutsche zu denen gemacht haben, die sie nie gewesen sind. In ihrer kuratorischen und wissenschaftlichen Praxis widmet sie sich kontinuierlich der DDR-Kunst, Performance und Genderfragen. Sie lehrte an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, der HGB Leipzig, der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg sowie der Bauhaus-Universität Weimar und war Mitglied des internationalen Forschungsnetzwerkes der DFG Aktionskunst jenseits des Eisernen Vorhangs.

Neue Leiterin der Kunsthochschule Weißensee –
ANGELIKA RICHTER, KUNSTHISTORIKERIN
Beitrag RBB Kultur 

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Prof. Dr. Judith Siegmund
ist Professorin für Philosophische Ästhetik an der Zürcher Hochschule der Künste. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen u.a. ästhetische Theorie und Theoriebildung der Kunst und des gestaltenden Handelns, künstlerische Forschung sowie das Verhältnis von Kunst, Arbeit und Geschlecht.

Von 2018 bis 2021 war sie Professorin für Gegenwartsästhetik an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und von 2011 bis 2018 Juniorprofessorin für Theorie der Gestaltung/Ästhetische Theorie sowie Gendertheorie an der Universität der Künste Berlin. An der UdK begründete sie das Forschungsprojekt „Autonomie und Funktionalisierung – eine ästhetisch-kulturhistorische Analyse der Kunstbegriffe in der bildenden Kunst in Berlin von den 1990er Jahren bis heute“, aus dem die Publikation Neuverhandlungen von Kunst: Diskurse und Praktiken seit 1990 am Beispiel Berlin hervorging.

Parallel zu ihrer wissenschaftlichen Arbeit ist sie auch als Bildende Künstlerin tätig.

Prof. Dr. Judith Siegmund – Tätig in der Forschung in Theorie / Ästhetik,
Zürcher Hochschule der Künste 

 

Am 1. Februar 2022 veranstalten wir ein weiteres Werkstatt-Gespräch zum Thema „Bildende Kunst, Erfahrungsräume und Biografien im Ost-West-Kontext“ (Teil 3) und am 15. Februar 2022 zum Thema „Bildende Kunst, Erinnerungskultur und Geschichte“.

Wir freuen uns darauf, den anregenden Dialog mit Euch/ Ihnen und unseren Gästen weiter zuführen.

Schreiben sie uns unter info@bbk-brandenburg.de an um die Zugangsdaten für das Gespräch auf der Online-Plattform ZOOM zu erhalten.


Bildende Kunst,
Erfahrungsräume und Biografien im Ost-West-Kontext, Teil I

Ulrike Kremeier, Hilke Wagner und Dr. Judith C. Enders 

Moderation: Christine Rahn

ZOOM WERKSTATT-GESPRÄCH: KUNST IN BRANDENBURG

Wir laden Euch / Sie herzlich ein zu unserem nächsten
Werkstatt-Gespräch am Dienstag, den 14. Dezember 2021
von 18 bis 20 Uhr
.

Mit dem Fokus auf „Bildende Kunst, Erfahrungsräume und Biografien im Ost-West-Kontext“
wollen wir den Blick auf aktuelle Diskurse werfen und mit Euch/ Ihnen folgende Fragen diskutieren: Welche Sozialisierungen und Transformationserfahrungen im Kontext der politischen Wende 1989/90 bilden wichtige Referenzen in den heutigen Lebenswelten, künstlerischen Biografien und Verortungen? Welche Zuschreibungen manifestieren sich im (kultur-)politischen Raum und in der Öffentlichkeit? Und wie wirken gesellschaftliche Debatten, beispielsweise um Identitätsfragen, auf das künstlerische Schaffen, die Positionierung und Wahrnehmung von Künstler*innen und Kunstschaffenden?

Als impulsgebende Gäste haben wir diesmal Ulrike Kremeier, Hilke Wagner und Dr. Judith C. Enders im Gespräch:

Ulrike Kremeier ist Direktorin des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst mit Standorten in Cottbus und Frankfurt (Oder), wo sie den Museumsbestand an Kunst aus der DDR als primäre Ressource für Ausstellungen nutzt und neuen Kontextualisierungen unterzieht. Sie kuratierte u.a. Ausstellungen wie „Real Pop 1960 – 1985. Malerei und Grafik zwischen Agit Pop und Kapitalistischem Realismus“ (2018/19), „maximal radikal. Textile Objekte, Filme und Perfomances aus Ost und West von 1970 bis heute“ (2021) und „Die Zukunft hat schon begonnen. Vom Leben in Industrielandschaften“ (2021). Darüber hinaus initiierte sie das institutionsübergreifende Projekt „Schlaglichter“, um Brandenburger Museumsbestände mit dem Schwerpunkt Kunst aus der DDR und Ostdeutschland zu reflektieren.

Hilke Wagner ist Direktorin des Albertinums der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, wo sie Ausstellungen zeigte wie beispielsweise „A.R. Penck. Ich aber komme aus Dresden“ (2019/20) und „Medea muckt auf. Radikale Künstlerinnen hinter dem Eisernen Vorhang“ (2018/19) oder die Bestandspräsentation „Ostdeutsche Malerei und Skulptur 1949-1990“ mit dem Begleitprogramm Wir müssen reden. „Bilderstreit“ mit Blickkontakt konzipierte, um die jüngsten Debatten um die Präsenz des künstlerischen Erbes der DDR im Museumskontext aufzugreifen. Hilke Wagner war zuvor Leiterin des Kunstvereins Braunschweig, Direktorin der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum – Situation Kunst und Kuratorin an der Kestnergesellschaft in Hannover.

Dr. Judith C. Enders ist Politologin, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlerin und Dozentin an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen neben Klimapolitik und Nachhaltigkeit insbesondere auf Ostdeutschland, Vereinigungs- und Transformationsprozessen und Identitätspolitiken im Zuge der politischen Wende 1989/90. Sie ist Mitbegründerin der Initiative Dritte Generation Ostdeutschland und Vorstandsmitglied im daraus hervorgegangenen Verein Perspektive hoch 3 e.V. Judith C. Enders war auch Mitglied der Kommission der Bundesregierung „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“.

Schreiben sie uns unter info@bbk-brandenburg.de an um die Zugangsdaten für das Gespräch auf der Online-Plattform ZOOM zu erhalten.


Mitteilung 25. November 2021

Mehr Fortschritt wagen – der Koalitionsvertrag 2021-2025

Zu Eurer/ Ihrer Kenntnis als PDF, siehe unten, der Koalitionsvertrag und die herausgestellten Ziele und Themen im Bereich Kultur auf den Seiten 121 – 126, die aus unserer Perspektive doch Anlass zu neuen Hoffnungen und dringend notwendigen Positionierungen für die Kunst und Kultur sowie die freiberuflich tätigen Künstler*innen geben.

Die Staatsministerin oder der Staatsminister für Kultur und Medien wird in der neuen Regierung von Bündnis 90/Die Grünen gestellt.

Als ein Ziel im Bereich Kultur wurde die Transparenz und das Schließen des Gender Pay Gaps formuliert.

Der Blick in die rbb Kultur Dokumentation zum Thema Gender Pay Gap in der Kunst vom 20.11.2021 lohnt sich.

Herzliche Grüße
Der BVBK


Mitteilung 24. November 2021

Liebe Mitglieder des BVBK, liebe KünstlerInnen,

die Website des BVBK wird neu gestaltet und zeitgemäß ausgerichtet.
In den kommenden Monaten findet der Relaunch der Seite statt.

Ein zentraler Bestandteil der neuen Website werden Eure KünstlerInnenprofile sein.
Sie beinhalten, kurz zusammengefasst, neben euren Kontaktdaten: Lebenslauf, Artist Statement, Kontaktdaten, Abbildungen Eurer künstlerischen Arbeit, bzw. Installations- und Atelieransichten.
Die Einbettung von Links zu Video- und Soundarbeiten selbstverständlich auch.

Wichtig – reicht Abbildungen in entsprechender Bildqualität ein – kurze Seite der Abbildungen min. 800 px, Auflösung für Webite 72 dpi.

Ihr erhaltet dazu per Email ein Google Dokument, dass Online ausfüllbar ist.
Dort könnt ihr die Texte, Abbildungen und Links zu den unterschiedlichen Bereichen einfügen.
Das Dokument ist ausschließlich online zu bearbeiten und einmal eingetragene Daten sind sichtbar,
auch wenn ihr in einen anderen Bereich zur Bearbeitung wechselt.

Jeder Bereich enthält eine Beschreibung zu notwendigen Daten und Formate, bzw. zur Zeichenanzahl der Textbeiträge. Aus den eingesandten Abbildungen wird eine Auswahl für das Profil kuratiert,
basierend auf der Gestaltung der Website und dem Umgang mit Datenvolumina.

Sollte euch nach dem Absenden auffallen, dass Einträge vergessen wurden oder fehlerhaft sind, lässt sich das Dokument erneut öffnen und bearbeiten.

Wer Unterstützung beim Ausfüllen des Formulars braucht, kann sich verbindlich für einen der vier folgenden Termine anmelden. Drei lokale Treffen von jeweils 14-17 Uhr finden in KW 49 in Brandenburg/ Havel, Angermünde und Cottbus statt.

Alle Termine finden im Rahmen der 2G Regelung statt.

Wichtig – zu den Lokalterminen bitte den Computer mitbringen.

Einen Zoomtermin setzen wir für den 9.12. um 14 Uhr an.

Anmeldungen zu den Treffen (Adressangabe erfolgt per Email)  und Linkabfrage für Zoom bitte per Email an info@bbk-brandenburg.de

Ort oder Zoom bitte in der Betreffzeile der Email angeben.

Wir freuen uns auf Eure Einsendungen und persönliche Treffen vor Ort/ via Zoom und darauf zu sehen, wie dieser Bereich der Website wächst und ein Bild der Mitglieder des Verbandes entsteht.

Herzliche Grüße
Der BVBK


Mitteilung 24. November 2021

Liebe KünstlerInnen, liebe Verbandsmitglieder,

im Prozess der Neugestaltung der Website und aufgrund der veränderten Personalsituation veröffentlichen wir aktuelle Informationen zu Ausschreibungen, Mitgliederausstellungen und kulturpolitische Themen vermehrt über Instagram und Facebook.

Dort sind (hauptsächlich bei Instagram) mit wöchentlicher Aktualität die monatlichen Veröffentlichungen des Newsletters und tagesaktuelle Beiträge und Stories zu finden.
In den Highlights sind die Stories zu Ausstellungsfristen und Mitgliederausstellungen etc. gespeichert und auch nach der 24h Ablaufzeit sichtbar.

Die Facebookseite des BVBK e.V. ist als Seite auch für Personen ohne eigenes Facebookprofil aufrufbar.
Eingeschränkt sind Nachrichten- und Kommentarfunktionen.
Bei Instagram sind Beiträge sichtbar. Der Zugriff Stories und Highlights ist nur mit Anmeldung möglich.

Links
Instagram BVBK e.V.
Facebook BVBK e.V.

Mit herzlichen Grüßen
Der BVBK


Kunst in Brandenburg: Werkstatt der Regionen und transnationaler Dialog

Mit unserem Projekt Werkstatt der Regionen führen wir den praxisorientierten Diskurs über die Vielfalt an Positionen, Standorten und Netzwerken der zeitgenössischen Kunst im Land Brandenburg fort, womit wir mit unserem vorhergehenden Projekt Werkstatt: Kunst in Brandenburg beginnen konnten.
In einer 13-teiligen digitalen Gesprächsreihe gaben uns Künstler*innen und Kulturakteur*innen Einblicke in ihr Schaffen und in die aktuelle Ausgangssituation an ihren Standorten. Gemeinsam diskutierten wir die Bedürfnisse, Interessen und Potenziale vor Ort. Die Werkstatt-Gespräche führten uns in folgende Regionen und Städte: Uckermark, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz, Havelland und Brandenburg an der Havel, Oberhavel und Barnim, Märkisch-Oderland, Oder-Spree und Frankfurt (Oder), Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und Cottbus, Dahme-Spreewald und Elbe-Elster, Teltow-Fläming, Potsdam-Mittelmark sowie Potsdam.

Umfrage

Zur Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse des zeitgenössischen Kunstschaffens in den urbanen und ländlichen Räumen freuen wir uns weiterhin über Ihre Mitwirkung an unserer Umfrage.
Ihre Erfahrungen und Bedürfnisse helfen uns in der Verbandsarbeit, kulturpolitische Handlungsempfehlungen zu formulieren, um die Standortpotenziale und Rahmenbedingungen der Bildenden Kunst im Land Brandenburg zu stärken. Den Fragenbogen können Sie → hier online beantworten. Mehr Informationen → siehe hier

Ausstellung

Die projektbegleitende Ausstellung wird nicht nur den bisherigen Austauschprozess der Gespräche abbilden und Künstler*innen und Kunstakteur*innen in allen Regionen Brandenburgs auf einer Karte verzeichnen, sondern auch künstlerische Arbeiten, Projekte und Kunstorte präsentieren. Termine: NEW HORIZONS I vom 10.06. bis zum 25.07.2021, NEW HORIZONS II vom 30.07. bis zum 11.9.2021 Produzentengalerie M in Potsdam → siehe hier

Online-Gesprächsreihe

In der neuen Werkstatt-Gesprächsreihe widmen wir uns aktuellen Themen- und Handlungsfeldern der Bildenden Kunst in Brandenburg, die sich in der bisherigen Kommunikation und Zusammenarbeit als besonders relevant herauskristallisiert haben.
Den Dialog mit dem Fokus auf die regionale Kulturpolitik, das künstlerische Selbstverständnis, Identitätsfragen, Verortung und Repräsentationen der zeitgenössischen Kunst in Brandenburg sowie das künstlerische Forschen, Gesellschaftsfragen, Visionen, Utopien  und Erfahrungsräume in der Bildenden Kunst führen wir in der digitalen Gesprächsreihe fort.
Kommende Termine: 23.11.2021, 7.12.2021, 14.12.2021

→ 23.11.2021 | Fokus: Bildende Kunst, Demokratie und die Freiheit der Kunst

Werkstatt-Gespräch mit Prof. Dr. Nina Tessa Zahner und Dr. Angela Lammert .
Nina Tessa Zahner
ist Professorin für Soziologie im Fachbereich Kunstbezogene Wissenschaften an der Kunstakademie Düsseldorf. Sie ist Sprecherin der Sektion „Soziologie der Künste“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und u.a. Mitherausgeberin der Publikationen „Autonomie der Kunst? Zur Aktualität eines gesellschaftlichen Leitbildes“ (2017) und „Wahrnehmen als soziale Praxis: Künste und Sinne im Zusammenspiel“ (2021).
Angela Lammert ist wissenschaftliche Leiterin interdisziplinärer Sonderprojekte im Fachbereich Bildende Kunst an der Akademie der Künste in Berlin und Privatdozentin am Institut für Kunst- und Bildgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie realisierte zahlreiche Ausstellungen, Symposien und Publikationen zur Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts, darunter zuletzt u.a. „John Heartfield. Dynamit plus Fotografie (2020), „Bilderkeller. Wandmalereien im Keller der Akademie der Künste am Brandenburger Tor“ (2019) und „Notes from the Underground – Art and Alternative Music in Eastern Europe 1968–1994“ (2018).

Alle Gespräche finden jeweils an einem Dienstag von 18 bis 20 Uhr auf der Online-Plattform ZOOM statt. Um die Zugangsdaten zur Teilnahme an den Online-Veranstaltungen zu erhalten, kontaktieren Sie uns bitte vorab unter: werkstatt(at)brandenburg(punkt)de

Das Projekt Werkstatt: Kunst in Brandenburg wird gefördert und ermöglicht durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK).


Brandenburger Stipendienprogramm / Arbeitspaket-Stipendien

Das Land Brandenburg vergibt 10 Stipendien à 8.000 € an Künstler*innen der Sparten Literatur, Bildende Kunst, Musik sowie Darstellende Kunst, die eine künstlerische Ausbildung abgeschlossen, sich bereits mit Veröffentlichungen oder durch eine professionelle künstlerische Arbeit ausgewiesen haben. Für die Vergabe der Stipendien ist die Qualität des bisherigen künstlerischen Wirkens ausschlaggebend. Antragsberechtigt sind nur Künstler*innen, die nachweislich ihren ersten Wohnsitz im Land Brandenburg haben. Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen   → siehe hier


Wo erhalten Künstlerinnen und Künstler finanzielle Unterstützung?

→ Corona – Hilfen Bund:

„Neustarthilfe für Soloselbstständige“(verbessert 27.8.2021)

Stipendienprogramm der VG Bild-Kunst

Die VG Bild-Kunst informiert über ein neues Stipendienprogramm im Rahmen von NEUSTART KULTUR. Vergeben werden knapp 3000 Stipendien à 5.000 € für eine Laufzeit von 4 Monaten. →siehe hier. Bildende Künstler:innen können sich ab sofort  hier  registrieren, ab 2. August 2021 können online Anträge gestellt werden. Hier sind die Voraussetzungen veröffentlicht. Rückfragen beantwortet des Projektteam per Email über neustartteam@vgbuero.de oder telefonisch von Mo-Fr 10-15 Uhr an 030/91 69 03 40 oder 030/91 69 07 78.

Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen

Der Bund stellt über den Sonderfonds für Kulturveranstaltungen 2,5 Milliarden Euro für Wirtschaftlichkeitshilfen und Ausfallabsicherungen zur Verfügung. Anträge können Veranstalter.innen von Kulturveranstaltungen stellen. Dazu gehören auch Sonderausstellungen der Bildenden Kunst sowie Fotografie und Lichtkunst.

Neustarthilfe für Soloselbstständige: Anträge noch bis 31. August 2021

Neustarthilfe für Soloselbstständige kann noch bis 31. August 2021 für den Förderzeitraum Januar bis Juni 2021 beantragt werden. Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, der auf Basis des Jahresumsatzes 2019 berechnet wird, maximal aber 7.500 Euro, und wird in einem Betrag ausgezahlt. Die Berechnung des Referenzumsatzes wird in den FAQ 3.2 erläutert.

  • Die Neustarthilfe kann von Solo-Selbständigen beantragt werden, die im Jahr 2019 mindestens 51 Prozent ihres Einkommens aus selbständiger Tätigkeit erwirtschaftet haben.
  • Solo-Selbständige können statt Fixkosten eine einmalige Betriebskostenpauschale ansetzen. Die volle Pauschale erhalten diejenigen, deren Umsatz im Zeitraum Januar 2021 bis Juni 2021 im Vergleich zum Januar 2019 bis Juni 2019 um 60 Prozent oder mehr zurückgegangen ist.
  • Bei der einmaligen Betriebskostenpauschale, die keine Einzelerstattung von Betriebskosten ist, liegt der Referenzumsatz bei 50 Prozent des Gesamtumsatzes des Jahres 2019. Die maximale Höhe beträgt 7.500 Euro.
  • Die Betriebskostenpauschale wird als Vorschuss gezahlt. Wird im Zeitraum Januar 2021 bis Juni 2021 ein höherer Umsatz erzielt, muss der Vorschuss anteilig zurückgezahlt werden.
  • Der Betriebskostenzuschuss wird nicht auf die Grundsicherung angerechnet und ist ein steuerbarer Zuschuss.

Überbrückungshilfe III kann noch bis 31. August 2021 beantragt werden.
Aktuelle Informationen → siehe hier.

Die Künstlersozialkasse informiert über ihre Maßnahmen zur Unterstützung in der Corona-Krise → siehe hier.


NEUSTART für Bildende Künstlerinnen und Künstler

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am 3. März 2021 zusätzliche Mittel in Höhe von einer Milliarde Euro für eine Aufstockung und Fortsetzung des Rettungs- und Zukunftsprogramms NEUSTART KULTUR befürwortet. → siehe hier

Antragsfristen des Programmes sind beendet.

Konjunkturprogramm des Bundes / NEUSTART KULTUR

Unter dem Namen NEUSTART KULTUR hat der Bund 1 Mrd. Euro in einem Rettungs- und Zukunftsprogramm für den Kultur- und Medienbereich zur Erhaltung und Stärkung der Kulturinfrastruktur bereit gestellt. Gefördert werden: Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen

1. Erhaltung und Stärkung der Kulturinfrastruktur und Nothilfen

2. Förderung alternativer, auch digitaler Angebote

3. Kompensation pandemiebedingter Einnahmeverluste und Mehrbedarfe der durch den Bund geförderten Kultureinrichtungen und –projekte

Die Ausgabe der Mittel für die verschiedenen Förderprogramme erfolgt hauptsächlich über den Kunstfonds, die Kulturstiftung des Bundes und der Länder und über die verschiedenen Kulturverbände.
Der Deutsche Kulturrat hat eine Übersicht der Programme für alle Sparten erstellt: https://www.kulturrat.de/corona-pandemie/neustart-kultur/.

Erhöhung des Ankaufsetats für die Sammlung der Bundesrepublik Deutschland

Erhöhung des Ankaufsetats für die Sammlung der Bundesrepublik Deutschland

Die Kulturstaatsministerin hat den Ankaufsetat der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen von NEUSTART KULTUR um 2,5 Millionen Euro auf 3 Millionen Euro erhöht. Die unabhängige Ankaufkommission wird nicht nur auf Kunstmessen, sondern auch bei Galerien
sowie bei Künstlerinnen und Künstlern, sofern diese nicht von einer Galerie vertreten werden, im gesamten Bundesgebiet direkt kaufen. Der Wert
eines erworbenen Kunstwerks soll im Regelfall 20.000 Euro nicht überschreiten.

NEUSTART KULTUR – Förderung von Galerien

Das „Sonderförderprogramm 20/21 NEUSTART KULTUR: Förderung von Galerien“ unterstützt Ausstellungsprojekte und die mittels innovativer Digitalisierungsprozesse optimierte Kunstvermittlung. Antragsberechtigt waren Galerien zeitgenössischer bildender Kunst sowie Produzent*innen-Galerien, also von Künstler*innen geführte Galerien, mit Sitz in Deutschland. Eine Projektumsetzung muss bis Ende Mai 2021 erfolgen. Insgesamt sind 492 Förderanträge eingegangen und von einer unabhängigen Fachjury über mehrere Wochen hinweg eingehend geprüft worden. 396 Projektförderungen für Galerien mit insgesamt 8,2 Mio. Euro wurden bewilligt. Die maximale Fördersumme pro Antrag lag bei 35.000 Euro.
Die Stiftung Kunstfonds wird ab März 2021 eine zweite Runde der Projektförderung für Galerien ausschreiben. Die beantragten Projekte müssen dann vom 1. Juli 2021 bis zum 31. Oktober 2021 umgesetzt werden.

Weitere Unterstützungen / Förderungen:     

Erleichterter Zugang zur Grundsicherung für Solo-Selbständige

Solo-Selbständige sollen einfacher Grundsicherung erhalten – die Maßnahmen zur Umsetzung eines vereinfachten Zugangs im Überblick:

• Einführung eines individuellen Freibetrags für die Altersvorsorge der Solo-Selbständigen. Für jedes Jahr der Selbständigkeit werden künftig 8.000 Euro, die zur Altersvorsorge vorgesehen sind, nicht als Vermögen angesehen.

• Das Betriebsvermögen bleibt anrechnungsfrei, wenn es zur Fortsetzung der Selbständigkeit dient.

• Solo-Selbständige müssen sich im Gegensatz zu anderen Beziehern von SGB II-Grundsicherungsleistungen – nicht der Vermittlung in Arbeit zur Verfügung stellen. Eine Vermittlung in eine andere Tätigkeit (zur Vermeidung von SGB II-Leistungsansprüchen) wird durch das Jobcenter nicht mehr vorgenommen und auch nicht angestrebt. Die Vermittlung in Arbeit kann von den betroffenen Personen jedoch selbst gewünscht werden.

• Die Regelungen zum vereinfachten Zugang zu den Grundsicherungssystemen wurden über das Jahresende hinaus bis zum 31. Dezember 2021 verlängert.

Informationen zum vereinfachten Zugang der Grundsicherung für Solo-Selbständige unter: https://www.arbeitsagentur.de/corona-faq-grundsicherung-arbeitslosengeld-2 Die gebührenfreie Service-Hotline der Bundesagentur ist von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr für Selbstständige unter der Nummer 0800 4 5555 21 erreichbar.


Einen Überblick der Maßnahmen der Bundesregierung zur Hilfe von Künstler*innen und Kreativen finden Sie → siehe hier.
Auch die Künstlersozialkasse bietet Hilfen bei Zahlungsschwierigkeiten an, Informationen dazu finden Sie → siehe hier.
Der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler teilt mit, dass bei abgebrochenen oder unterbrochenen Projekten des Programms „Kultur macht stark“ unter bestimmten Voraussetzungen Kompensationszahlungen für bereits erbrachte Vorbereitungen abgerechnet werden können. Hinweise dazu finden Sie → siehe hier. Außerdem wird derzeit ein Format für digitale/kontaktlose Projekte erarbeitet, die schneller bewilligt werden können. Das Projektbüro ist dazu per Mail über bfb@bbk-bundesverband.de oder telefonisch 030 20458880 erreichbar.


 

→ Corona-Hilfen Land Brandenburg

CORONA-KULTURHILFE
Ein Programm des Landes Brandenburg

Um die Kulturlandschaft in ihrer Vielfalt und Struktur zu erhalten und zu stärken, hat das Land Brandenburg ergänzend zu den unterschiedlichen Kulturhilfsprogrammen des Bundes und der Kommunen weitere Mittel für kommunale Kultureinrichtungen und gemeinnützige private Kultureinrichtungen und Projektträger zum Ausgleich von Einnahmeausfällen bereitgestellt.

Ergänzend zu den unterschiedlichen Hilfsprogrammen des Landes und des Bundes werden auch 2021 Mittel insbesondere für kommunale Kultureinrichtungen und gemeinnützige private Kultureinrichtungen und Projektträger zum Ausgleich von Einnahmeausfällen (nach Abzug der Ausgabenersparnisse) bereitgestellt.

BRANDENBURGER STIPENDIENPROGRAMM

MIKROSTIPENDIEN III

Das Land Brandenburg stellte weitere 4 Millionen Euro für die Fortsetzung des Mikrostipendienprogramms 2021 zur Verfügung. 1000 Stipendien á 4.000 Euro wurden an Künstler*innen der Sparten Bildende Kunst, Musik, Literatur und Darstellende Kunst vergeben. Die Bewerbungsfrist für das Programm ist abgelaufen.

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg vergab 2020 zum zweiten Mal Künstler:innen-Stipendien in Form eines Arbeitspaketes. Wegen der durch die Corona- Pandemie erschwerten Bedingungen für Künstler*innen wurden 2020 einmalig 20 Stipendien vergeben. Bis zum 31. Oktober 2020 konnten sich Brandenburger Künstler:innen aus den Bereichen Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Literatur und Musik bewerben. Die Antragsfrist ist am 31. Oktober 2020 abgelaufen. Von insgesamt 197 Stipendien-Bewerbungen wurden fünf Stipendien für den Bereich Musik, drei Stipendien für Darstellende Kunst, drei Stipendien für Literatur und neun Stipendien für Bildende Kunst vergeben.
Die Auswahl im Bereich Musik fiel auf Kathrin Sutor, Daniel Selke, Andrea Chudak, Maria Ivanova und Wilhelm Kellers, im Bereich Darstellende Kunst auf Hannah Dörr, Sina Schmidt und Volker Gerling, im Bereich Literatur auf Julia Schoch, Steffen Schroeder und Paula Schneider sowie im Bereich Bildende Kunst auf Lisa Seebach, Anne Heinlein, Sabrina Jung, Kathrin Ollroge, Benjamin Greber, Joachim Böttcher, Christiane Bergelt, Gunhild Kreuzer und Dorothea Huber.

MIKROSTIPENDIEN I und II

In Brandenburg lebende freiberufliche professionelle Einzelkünstler*innen in den Sparten Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Literatur und Musik konnten mit dem Programm der Mikrostipendien I und II eine Förderung in Höhe von 1.000 Euro (Mikrostip.I) und 2.500 Euro (Mikrostip. II) beantragen, um trotz der Einschränkungen während der Corona-Pandemie künstlerische Projekte zu realisieren.
Die Antragsfrist für die Mikrostipendien ist abgelaufen.

https://mwfk.brandenburg.de/mwfk/de/kultur/kultur-und-denkmalfoerderung/stipendien/


Wo finden Künstlerinnen und Künstler weitere Informationen und Hilfen?

• Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg setzt seine institutionelle Förderung von Kultureinrichtungen fort. Die Projektförderung soll grundsätzlich weiter geführt werden. Zu den Fördermöglichkeiten im Einzelnen erfolgen Abstimmungen zwischen den Antragstellern und den zuständigen BearbeiterInnen im Kulturministerium.

• Die Plattform www.kultur-bb.digital.de ist eine Meta-Plattform des Landes Brandenburg, die gerade in Zeiten von Corona die kulturelle Vielfalt des Landes digital präsentiert. Künstlerinnen und Künstler sind aufgerufen Einblicke in ihre Arbeiten und Ateliers zu geben. Digitale Inhalte werden über YouTube, Facebook oder Twitter mit dem Hashtag #KulturBB versehen und automatisch auf der Plattform verlinkt und veröffentlicht.

Kommunale Kulturämter sind ebenfalls Ansprechpartner, an die Künstlerinnen und Künstler sich wenden sollten, sofern sie Projekt-Förderungen beantragt haben und Unsicherheiten zur Durchführbarkeit der Projekte besteht.

Verdi – Handreichung für die Unterstützung selbständiger und freier Kulturschaffender → siehe hier


Erklärung der Verbände Bildender Künstlerinnen und Künstlern

Der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK), der Deutsche Künstlerbund, die GEDOK – Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden, die Internationale Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK) und das Internationale Künstlergremium (IKG) begrüßen die geplanten Hilfsmaßnahmen des Bundes und der Länder zur Unterstützung von Unternehmen, Freiberuflichen und Solo-Selbstständigen, um die Auswirkungen der Corona-Krise abzufedern. → siehe hier

Stellungnahme des Bundesverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler zur INITIATIVE Ref. Ares(2021)102652 ZUGANG VON SOLO-SELBSTÄNDIGEN ZU TARIFVERTRÄGEN siehe hier

Forderung der Allianz der Freien Künste

Die 18 in der Allianz der Freien Künste zusammengeschlossenen Bundesverbände fordern eine sofortige Öffnung der Corona-Soforthilfe von Bund und Ländern für Lebenshaltungskosten. → siehe hier  und → siehe hier


Wo und wie sollen die Einnahmeausfälle dokumentiert werden?

Eine Dokumentation der Coronavirus bedingten Einnahmeausfälle sollte von allen Künstlerinnen und Künstlern dringend gemacht werden. Beteiligt Euch als Mitglieder des BVBK an unserer Dokumentation:→ siehe hier Bitte sendet uns Eure Dokumentationen der Einnahmeausfälle unter: info@bbk-brandenburg.de

Dokumentationshilfe des BBK Bund → siehe hier